Corona-Impfstoff

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Ich habe mich mal eingelesen.

Stand: 03.12.2020

Es ist fast soweit. Bald könnte es einen der ersten zugelassenen Impfstoffe gegen Corona geben.

Aber wer erhält sie, wer zahlt, Impfzentren, Risiken …?

Einige Antworten auf wichtige Fragen habe ich mir mal hier zusammengeschrieben. Wichtig: es besteht natürlich keine Gewähr auf Vollständigkeit und absoluter Richtigkeit der Information aus dem Internet beim Bundesministerium für Gesundheit, RKI und anderen wichtigen Institutionen.

Aber: das Wichtigste aus meiner Sicht:

  • Drei Hersteller bemühen sich um eine Zulassung bei der Europäischen Union und sind im Verfahren bereits recht fortgeschritten. Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass es in 2020 erste Zulassungen in Europa geben kann. England machte gestern den Anfang!
  • Bei Impfzentren, Arztpraxen, mobilen Teams und der dringenden Frage, wer zuerst Impfungen erhalten soll. Es ist aber vieles in Arbeit bzw. im Planungsstand.
  • Bis das Corona-Virus gestoppt werden kann, müssten wohl mehrere Millionen Deutsche geimpft werden. Deutsche? Im Hinblick auf die Asylantenbevölkerung bin ich sehr gespannt.

Zuständig für einen Impfstoff und die Studien der Hersteller zu prüfen, ist eine europäische Arzneimittelbehörde “EMA”. Diese Behörde gibt dann der Europäischen Kommission eine Empfehlung, ob ein Impfstoff zugelassen werden kann.

In Deutschland wiederum darf ein Impfstoff erst dann in den Verkehr, wenn es das zuständige Paul-Ehrlich-Institut den Impfstoff ebenfalls geprüft hat. Doppelt gemoppelt hält besser! Das kann man auch deutsche Gründlichkeit nennen.

Nebenbei: auf europäischem Wege sicherte sich Deutschland schon Mengen an Impfstoffen, von denen in Medien viel zu lesen ist. Zwischen der EU, Deutschland und den Herstellern sind bereits Lieferverträge abgeschlossen. Deutschland muss sich wiederum die zugesicherten “Dosen” dann mit anderen EU-Staaten teilen. Dabei geht es allein auf unserem 1/5-Kontinent um Hunderter Millionen Impfdosen.

In Deutschland wiederum darf ein Impfstoff erst in den Verkehr, wenn es das zuständige Paul-Ehrlich-Institut zusätzlich den Impfstoff geprüft hat.

Im Gespäch bei der EU sind Impfstoffe der Firmen Biontech/Pfizer, Astrazeneca und Moderna. Soweit, was man lesen kann.

Eine Empfehlung der EMA gibt es noch nicht.

Der Impfstoff wird nicht sofort für alle bereit stehen!

Deutschland hat kein fertiges Impfkonzept. Wäre schön, denn dort könnte eine Reihenfolge festgelegt werden. Darum ist auch noch nicht klar, wer gleich zu Beginn in den Genuss des Impfstoffes kommen wird. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung soll ein Konzept entwickeln, mit dem Impftermine vereinbart werden können.

Auch der Deutsche Ethikrat hat sich mit der Frage beschäftigt, wie Impfstoffe gegen Corona möglichst gerecht verteilt werden können. Hier erwarte ich auch noch viel Salz in der Suppe der vielen Köche.

Als Risikofaktoren für Corona bekannt: hohes Alter, Übergewicht, Bluthochdruck, Herz-, Lungen-, Nieren- oder Lebererkrankungen, Diabetes, Rauchen und ein geschwächtes Immunsystem. Das macht eine riesige Gruppe von Millionen Menschen alleine in Deutschland aus. Es wird also klare Bestimmungen geben müssen.

Dann ist da vielleicht die Frage, welcher Impfstoff für welche Personengruppe gut wirken wird.

Risiken, die mit einer Impfung verbunden sind

Die bisherigen Impfstoff-Kandidaten scheinen keine größeren Gefahren anzuzeigen. Alle sind zuversichtlich!

Die Studien haben allerdings eine übersichtliche Teilnehmerzahl. Da ist es wahrscheinlich seltener, dass es zu Nebenwirkungen kommt. Ausschliessen will ich an der Stelle nichts.

Kosten

Die Impfstoffe für deutsche Bürger sollen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Aufbau und Organisation von Impfzentren steht im Moment auf dem Plan.

Impfzentren & Mobile Teams

Es werden Impfzentren von den Bundesländern eingerichtet, um viele Menschen in kürzester Zeit impfen zu können. Impfzentren sind u.a. daher notwendig, weil einer der Wirkstoffe bei bis zu minus 70 Grad gelagert werden muss. Stichwort hier ist Kühlkette! Mit der aktuellen Struktur und den erforderlichen Mengen an Impfstoffen wird das nicht beim Hausarzt um die Ecke gehen.

Zuständig für die Impfzentren sind die Bundesländer. Sie werden in der Regel pro Landkreis beziehungsweise kreisfreier Stadt ein Impfzentrum errichten. Ausnahmen sind Großstädte: Dort kann es auch mehr als ein Zentrum geben. Bis alle Impfzentren einsatzbereit sind, kann es aber noch dauern. Schätzungsweise erstes Quartal 2021.

Mobile Impfteams sollen “bewegungseingeschränkte Menschen” bedienen, so dass diese benachteiligte Gruppe geimpft wird.

Beibt also spannend, wie sich die Situation regelt.

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