Tippen Sie hier und drücken Sie die Eingabetaste.

Monsterteile by dschungelpinguin

Monsterteile

Ich habe rund vier Monate ein Projekt geplant. Es trägt den phantasievollen Titel “Monsterteile” und hat im Dezember des Jahres 2017 mit einer einfachen Planung begonnen. Ich bin heute stolz, mein Projekt in die Öffentlichkeit zu bringen.

Ich habe Skizze um Skizze angelegt, Notizen gemacht, Sonnenstände gemessen und das passende Wetter abgewartet.

Für mich war es dabei wichtig, dass die Sonne nicht zu grell und zu hell war. Sinn und Zweck war es, einfache Detailfotos anzufertigen, die nicht direkt erkennen lassen, um welchen Gegenstand es sin insgesamt handelt. Monsterteile eben!

Dazu hatte ich dann auch noch Glück, denn auf meinem Weg zu den Gegenständen meiner Begierde habe ich zufällig den Anfang des Schienennetzes der Deutschen Bahn entdeckt. Natürlich ist das nur eines von vielen, zufälligen, Motiven. Aber  eine einmalige Chance, die ich mir nicht entgehen lassen wollte.

Ich habe gestern zufällig den Anfang des Deutsche Bahn Schienennetzes gefunden.

— dschungelpinguin

 

Aber nun zu meinem Projekt und den Gedanken dazu.

Bei meinen Spaziergängen mit Hund Socke sind mir die vielen Eisenbahnwaggons auf Gleis 11 (Abstellgleis) des Hauptbahnhofes in Solingen aufgefallen, die dort abgestellt waren. Deren voluminöse und voll-metallisch wirkende Verbindungselemente sind Bestandteil meiner Bilder zum Projekt Monsterteile.

Bei genauer Betrachtung der Eisenbahn-Waggons sind mir die Verbindungs-, Sperr- und Bezeichnungselemente aufgefallen. The hook at the thing: wie kommt man vom Gleis 10 des Bahnhofes ungesehen an das Gleis, auf dem sich die Eisenbahn-Anhänger befinden. Ich hatte von einem Foto-Freund erfahren, dass relativ schnell die Bundespolizei erscheint, wenn sogenannte unbefugte Bahngänger gemeldet werden. Der Auseinandersetzung und dem möglichen Verwarngeld wollte ich aus dem Weg gehen. Also musste ein Trick her. Eine äquivalente Kleidung mit Warnweste und Blaumann (blaue Latzhose aus Jeansstoff) war schnell besorgt.

Einen Helm besaß ich noch – durch meine Berufszeit – und war so perfekt getarnt. Meine Sicherheitsschuhe waren Bergstiefel/Wanderschuhe aus dem Kaufland für 15 Euro. Derartig verkleidet konnte ich also in aller Ruhe meine Aufnahmen machen. Oder war es einfach nur Glück, weil mich keiner gesehen hatte? Jedenfalls blieb ich unbehelligt und hatte die Zeit, die ich brauchte, um meine Aufnahmen zu machen.

Ich bewegte mich bewusst harmlos und tat so, als würde ich die Eisenbahn-Anhänger fotografieren, weil die Bahn nicht weiss, wo diese Wagennummern sind.

— der Trick

Schritt für Schritt kam ich meinem Ziel * Monsterteile * näher.

Perfekt und sicher folgte ich den Schienen und war am Ziel. Vor mir standen die Objekte der Begierde. Groß und mächtig kamen mir die Waggons vor. Groß und mächtig waren die Elemente, die ich fotografieren wollte.

Die Verbindungs- und Befestigungselemente waren gigantischer, als ich sie in Erinnerung hatte. Bildfüllend konnte ich sie auf meinem Speichermedium in der Kamera einfangen.

Basierend auf meinen Zeichnungen, die ich vorher angefertigt hatte, konnte ich Bild um Bild mit der nötigen Ruhe machen. Weit und breit kein Blaulicht zu hören und keine Personen, die sich mir näherten. Dann war es vollbracht. Die Bilder waren im Sack. In meinem Beispiel in der Kamera im Rucksack.

Die Skizzen werden separat verpackt und konnten der Müllverwertung des angrenzenden Unternehmens zugeführt werden.

There are no rules for excellent details of steel wagons.

— Es gibt keine Regeln für excellente Detailbilder von Eisenbahn-Waggons

Monsterteile

Tja, jetzt sind sie da: die Bilder mit dem Titel Monsterteile. Die ganze Vorbereitung hat sich für mich gelohnt. Lange Rede, kurzer Sinn. Es wird also Zeit, dir die Bilder aus meiner Serie zu zeigen. Also halte dich fest und geniesse die folgenden Fotografien.

Lass es im Dschungel schneien!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.