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Norddeich

Eine wunderbare Urlaubswoche ist vorbei.

Ich kann auf viele schöne Erinnerungen zurückgreifen. Einige davon sind in meinen Bildern festgehalten. Auch wenn ich vielleicht das eine oder andere Detail vergessen werde, bleibt das Wichtige immer bewahrt.

Was aber auch für immer bleiben wird, ist die Tatsache, dass ich meiner lieben Partnerin Toni diese wunderschönen Erlebnisse zu verdanken habe. Nicht nur dafür liebe ich sie.

Dabei fing alles sehr stürmisch an. Ostwinde konnten uns nicht daran hindern, am ersten Tag gleich einen schönen Spaziergang mit Socke zu machen.

Dafür mehr als gut geeignet ist der Hundestrand im Westen der Strände in Norddeich. Für jeden Hundefreund eine gute Adresse.

Der Aufenthalt der Zugvögel war nur von kurzer Dauer. Schließlich musste Socke relativ hart durchgreifen und alle vertreiben.

 

Die weite Landschaft aber war ein wunderbarer Anblick und ich musste sie im Bild auf meine Weise festhalten. Kraftvoll und dynamisch habe ich die kleine Landzunge gesehen. Zerreißt die wilde See stärkste Schiffe, doch stellt sie sich hier weich und trügerisch dar.

 

Die Dünenlandschaft in Norddeich ist nicht so sehr ausgeprägt, auch wenn es sich hier anders darstellt. Trotzdem sind die vereinzelt anzutreffenden Strandgräser ein Bild wert.

Auf dem Rückweg von Aurich, einem weiteren Ausflugsort in unserem Urlaub, fand ich diese beeindruckende, nicht enden wollende Landschaft. Der Tiefnebel hatte sich in den Elementen verfangen. Und ich war von diesem Eindruck sehr angetan. In Anlehnung an eine Dark-Version mit ausdrucksstarker Körnung im Bild ging es zurück in unser kleines Ferienidyll.

Ein Ausflug nach Emden zeigt die nicht wirklich sehenswerten Details der Hafenstadt. Aber festmachen und festhalten wollte ich trotzdem, was ich an fotografier-fähigen Elementen gefunden habe. Auch wenn einige Bilder mit dem Begriff „Festmachen“ betitelt werden könnten, gibt die See doch viele havarierende Abfälle frei.

 

 

 

Die Ludgeri-Kirche (eine wahre Geschichte)

Die heute größte mittelalterliche Kirche Ostfrieslands steht im Zentrum des Norder Marktplatzes. Der älteste Teil dieser Kirche ist das niedrigere Langhaus, das – höchstwahrscheinlich als Nachfolgerin einer Holzkirche – im frühen 13. Jahrhundert als romanische Einraumkirche erbaut wurde. Diese schloß im Osten mit einer halbrunden Apsis (Altarraum) ab und hatte zwei Eingänge an der Nord- und Südseite, kleine Rundbogenfenster und eine flache Holzbalkendecke.

Geweiht war sie dem heiligen Liudger, dem in Westfriesland geborenen Apostel der Friesen und ersten Bischof von Münster (gestorben 809). Die Kirche hatte den Rang einer Sendkirche für das Norderland, d.h. in ihr wurde in kirchlichen, aber auch in weltlichen Angelegenheiten Recht gesprochen.

Quelle: http://www.norden-ludgeri.de/go/ludgeri/home/dieludgerikirche.xhtml

Bemerkenswert. Ein prächtiger und prunkvoller Bau inmitten der Innenstadt. Bemerkenswert auch, dass es nur einen Eingang durch die Souvenirläden der Kirchgemeinde gibt. An jeder Ecke stehen Schilder: kaufen, kaufen. Spenden und Eintrittsspende für die Kirche. Ein riesengrosser Aufsteller macht darauf aufmerksam, dass der Eintritt mit einer 1 Euro Spende pro Person befriedigt werden soll. Also gut. Toni, Socke und ich spenden 3 Euro in die bereitstehende Kiste mit einem grossen Schlitz. Schließlich könnte man ja auch Geldscheine spenden.

Prunk, Kunst und Wertschätze schon auf den ersten Metern auf dem steingepflasterten Fußboden lassen uns staunen. Es geht unter vielen Sitzreihen unter stil- und prunkvollen Kronleuchtern in die vermeintliche Mitte des mittelalterlichen Kirchengebäudes. Vorbei an Holzschnitzereien und weiteren Spendenaufrufen für eine Kerze im Kircheninneren. Gerade als wir uns die Schnitzereien der Adelssitze ansehen wollten, wurde ich, weil ich Socke an der Leine geführt habe, unverschämt angesprochen, wie denn der Hund in die Kirche kommt.

„Durch den Eingang“, war meine erste Antwort. Schließlich standen keine Verbotsschilder im Eingangflur und bezahlt habe ich für Socke auch. Zweifelnde Blicke erwiderte ich der weiblichen Stimme und machte darauf aufmerksam, dass wir auch ordentlich unseren Eintritt bezahlt haben. „Das geht ja gar nicht“, waren die entsetzten Worte der Dame. Der Hund muss raus. „Unser Küster hat so schlechte Erfahrung gemacht“, war das Argument. Darauf hin wollte ich natürlich, um die Dame weiter zu reizen, mein Eintrittsgeld wieder haben. „Warum schreibt man das Hundeverbot nicht auf eins der zahlreichen Schilder im Eingang?“, fragten wir. „Wieviel Schilder sollen wir denn aufstellen?“, kam es unfreundlich und bestimmt zurück. Hunde verboten, Handies aus….“. Hää? Muss man für Handies auch Eintritt bezahlen? Interessante Antwort.„Wieviele Eingänge gibt es denn zur Kirche?“, fragte Toni. „Einen“, kam spontan zurück.

Natürlich haben wir die Kirche sofort verlassen, aber mit dem dringenden Wunsch, euch Hundebesitzer vor der Ludgeri-Kirche zu warnen.

Auf häufige Fragen gibt die Webseite http://www.norden-ludgeri.de/go/ludgeri/home/faq.xhtml Auskunft. Mein Eindruck ist, es gibt über alles Antworten, was Geld in die Kasse der Kirche bringt. Aber sinnvolles wird vermieden.

Aber Hauptsache: herzlich willkommen in unserer Ludgerigemeinde, heißt es scheinheilig-gläubig auf der Internetseite der Ludgeri’s

 

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