6 Fotografen : 6 Sichtweisen = 1 Ausstellung

Fotoausstellung

 

6 FOTOGRAFEN : 6 SICHTWEISEN =1 AUSSTELLUNG

 

Die auf einer 180 Hektar großen Fläche gelegene Industriekultur des stillgelegten Hüttenwerkes in Duisburg-Meiderich (Landschaftspark-Nord, auch kurz LaPaDu – oder im Volksmund „Landi“) war die Basis für sechs befreundete Fotografen, das Thema für die Bildpräsentation 6 Fotografen : 6 Sichtweisen = 1 Ausstellung zu veranstalten.                    

 

„Mehr als ein Jahr haben wir Bilder gesammelt und uns mit dem LaPaDu beschäftigt“, sagt Gerhard Daniels, einer der sechs Fotografen. „Dabei haben wir nicht nur wettermäßig einige Pleiten erlebt.“ 

 

Aber genau diese Situationen sind für das Sextett ein besonderer Anlass, die Resultate öffentlich zu machen, die ihre Interpretationen von „Licht und Schatten“ in den vielen Nuancen der Fotografie widerspiegeln. 

 

Was eignet sich dazu besser als die Solinger Güterhallen, dieses gemeinsame Vorhaben zu einer Ausstellung zusammenzutragen? Begeistert von der Idee der Gemeinschafts-Ausstellung hat Peter Amann sein Atelier vermietet.  

 

In der Zeit vom 15.09. bis 13.10. werden die Ergebnisse zunächst in 42651 Solingen, Alexander-Coppel-Straße 50, zu sehen sein.  

 

„Es ist unser Bestreben, aufzuzeigen, wie wir das Hüttenwerksgelände und den jetzigen Landschaftspark durch unsere Sucher sehen“, so Andreas Rüb, ein weiterer Fotograf aus dem Fotografen-Team. „Entgegen der typischen Ansichten des Landschaftsparks Duisburg mit den Grundelementen der häufigsten Bilder für die Hochglanzbroschüren sind unsere Werke auf den speziellen Stil des jeweiligen Fotografen angelegt. Wir haben uns diesen Elementen wie Hochofen 2, Krokodil und Kraftzentrale bewußt anders genähert“, so Rüb weiter.  

 

So gelang es u.a. dem Fotografen Dirk Handschuhmacher, die vorhandene Lichtinstallation von Jonathan Park durch seine eigenen Lichtformen zu vervollständigen.  

 

Davon inspiriert zeigt Lutz Gladisch ein Nachtspektakel im Landschaftspark mit spektakulärem Feuerspiel – mittels Stahlwolle und deren Auswirkung – im Bild eingefroren.  

 

Mit seinen ungewöhnlichen Bildverfremdungen überschreitet Wolfgang Tietzen, seines Zeichens Fotograf, Bild-Composer und Youtuber, die Grenzen der reinen Fotografie. 

 

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie man Portraits in einem Landschaftspark macht? Jörg Wahlers zeigt seine Herangehensweise mit einem außergewöhnlichen Fotomodell. Die guten Fotos sind kein Zufall, sondern ein Ergebnis eines kreativen Prozesses.  

 

Weiter mit am Start: Gerhard Daniels. Er zeigt ausschließlich Aufnahmen in schwarzweiß. Dabei beschränkt er sich nicht nur auf die Anlage an sich, sondern kombiniert sie mit der Eleganz einer Tänzerin. 

 

Andreas Rüb hat sich in seinen Aufnahmen den urbanen Details des Landschaftsparks gewidmet und stellt seine Fotografien unter das Motto der reduzierten Darstellung mit Ablenkung. 

 

Aber nicht nur die besonderen Sichtweisen der Fotografen auf die Details im Lapadu regen die Phantasie des Betrachters an, sondern führen ihn oftmals zu der Feststellung: „Das habe ich ja so noch nie gesehen“. 

 

Wie es sich für eine Ausstellung dieses Maßes gehört, wird die Eröffnung im Rahmen einer Vernissage am 15.09.2019 um ca. 14 Uhr mit dem bekannten Kölner Fotoexperten Cornel Krämer (Laudator) stattfinden. 

 

Nähere Informationen werden im Internet unter der Webadresse https://dschungelpinguin.com/projects/lapadu/ ständig aktualisiert und finden auch auf der diesjährigen P&A Photo+Adventure www.photoadventure.eu -einem Messe-Festival für Fotografie, Reise und Outdoor im Ruhrgebiet – durch Wolfgang Tietzen einen Gesprächs- und Informationsplatz. So findet dieses unter Fotografen bekannte Programm diesmal an Ort und Stelle des Landschaftsparks Duisburg-Nord statt. 

 

Pressekontakt:
 

Andreas Rüb  

Badstraße 26 in 42699 Solingen 

+49 212 23368890 
 

lapadu@dschungelpinguin.com
 

www.dschungelpinguin.com/projects/lapadu 

 

 

  • Die 6 Fotografen (alphabetisch): Gerhard Daniels & Lutz Gladisch
  • Dirk Handschuhmacher & Andreas Rüb
  • Wolfgang Tietzen & Jörg Wahlers

Visuelle Werbung muß sein. Dafür hier das offizielle Plakat zur Ausstellung der sechs Fotografen und deren Sichtweisen.

Das offizielle Plakat zur Ausstellung 6 Fotografen : 6 Sichtweisen = 1 Ausstellung
Die sechs Fotografen laden Sie zu einer Fotoausstellung in die Güterhallen Solingen ein. Anspruchsvolle Fotografien in sechs Sichtweisen zum Thema Landschaftspark (LaPaDu) erwarten Sie. Begeistert von der Idee der Gemeinschafts-Ausstellung hat Peter Amann sein Atelier zur Verfügung gestellt und sein Reich: „PEST-Projekt“ unserem Motto angeglichen.

Die 6 Fotografen:

Jörg Wahlers

Ich bin Jahrgang 1962 und fotografiere seit meiner Jugend. Schon früh wurden die Fotografien in der eigenen Dunkelkammer ausgearbeitet. Damals wie heute waren und sind Menschen mein Lieblingssujet. Im Landschaftspark Duisburg beeindrucken die fast monumentalen, von groben Eisen zusammengehaltenen Gesteinskolosse ebenso wie die von der Witterung gezeichneten Stein- und Metalloberflächen, teils mit eingeritzten Graffiti versehen - eine perfekte Kulisse für das Model Suma, das sich mit ihrem ungewöhnlichen Äußeren in die künstliche Landschaft einfügt. Bei den Fotografien handelt es sich um Pigmentdrucke auf Fineart-Papiere. Sie haben dieselbe Qualität und Haltbarkeit wie hochwertige fotografische Ausbelichtungen aus der analogen Zeit. Um so nah wie möglich an der, wenn man so will, "wahren" Fotografie zu bleiben, finden abgesehen von der Umwandlung in Schwarzweiß nur wenige Nachbearbeitungen mithilfe der Bildbearbeitungssoftware statt.

Wolfgang Tietzen

Fotografie ist für mich nicht nur die realitätsnahe Ablichtung eines Motives. Ich möchte nicht nur zeigen, was ich sehe, sondern auch wahrnehme. Hierbei spielen alle Sinne und Gefühle eine wichtige Rolle. Angefangen hat es mit einer Knipse, die mir mein Vater vor über 50 Jahren in die Hand gedrückt hat. In den folgenden 40 Jahren war das Fotografieren für mich nur eine Methode, um Erinnerungen festzuhalten. Zwei Ereignisse haben dies in den letzten 10 Jahren radikal verändert: der (überraschende) Gewinn eines Fotowettbewerbs und das Zusammentreffen mit Pavel Kaplun. Er hat mich wesentlich vom Knipsen zum Fotografieren gebracht und mich inspiriert, die Grenzen der reinen Fotografie zu überschreiten. Meine Ideen entstehen auf Kurz- und Fernreisen durch das Beobachten meiner Umgebung und beim (auch virtuellen) Rundgang durch Museen. Oft ist es eine Kombination aus allem. Zusätzlich betreibe ich einen YouTube-Kanal, in dem ich Techniken und Bildbearbeitung vermittle.

Gerhard Daniels

Meine erste ernsthafte Auseinandersetzung mit der Fotografie erfolgte im Rahmen einer beruflichen Tätigkeit bei der Agfa-Gevaert AG. Dabei lernte ich die vielfältigen Möglichkeiten und die Anforderungen der anlogen Fotografie kennen. Von Beginn an faszinierte mich das Spiel von hell und dunkel, von Licht und Form. Dementsprechend lag und liegt mein Schwerpunkt im Bereich der SW Fotografie. In der „analogen Zeit“ gehörte die Arbeit in der eigenen Dunkelkammer genauso zu meiner Leidenschaft, wie die Arbeit hinter der Kamera. Nach dem Wechsel zur digitalen Fotografie wurde daraus die Bildbearbeitung am Computer. Dazu gehört nicht nur die Bearbeitung des digitalen Negativs. Auch der selbst durchgeführte Ausdruck der Aufnahmen ist Bestandteil meiner Arbeit. Der Landschaftspark Duisburg ist immer eine besondere Location. Manches Mal ist die Industrieruine selbst das Motiv. Dann entstehen Aufnahmen mit dokumentarisches Charakter. Oder auch fast abstrakte Bilder. Bei anderer Gelegenheit dienen die massiven Bauten mir lediglich als Kulisse. Auf einigen der gezeigten Bilder stehen Anlagen im Gegensatz zu den beschwingten und spielerischen Bewegungen einer Tänzerin. Dieser Gegensatz ist für mich das Symbol der ehemaligen und der neuen Funktion der Anlage.

Lutz Gladisch

Mein Name ist Lutz Gladisch, bin Hobbyfotograf und wohne in Leverkusen. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich intensiver mit der Fotografie und probiere mich auf den unterschiedlichsten Gebieten aus. Das heißt weg vom Knipsen und hin zum „perfekten“ Foto. Gemäß dem Motto: Übung macht den Meister Ob ich Talent für die Fotografie habe weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Wichtig ist das mir die Bilder gefallen. Wenn Sie noch jemand anderen gefallen freut es mich natürlich.

Dirk Handschuhmacher

Und das sind meine aktuellen Interessensgebiete: Lightpainting – dem Malen mit Licht. Hierbei fasziniert mich das Experimentieren mit unterschiedlichen Lichtquellen, wobei die Fotos hierbei durch Langzeitbelichtungen und meist in der Nacht entstehen. Jedes Foto wird auf seine Art einzigartig, wirkt fast magisch und auch spannend, weil das fotografische Endergebnis während der längeren Belichtungszeit nur sehr bedingt vorhersehbar ist. Der Kreativität sind also hier keine Grenzen gesetzt. Portraitfotografie im Studio sowie auch Outdoor Die Herausforderung hierbei: im Studio sowie auch im Outdoorbereich - ist das ‚fotografische Herausarbeiten‘ des Charakters des Menschen. Hier muss das ‚Zusammenspiel‘ bzw. die Chemie zwischen Fotograf und Model passen, um außergewöhnliche, ausdrucksstarke und auch emotionale Augenblicke festzuhalten zu können. Landschaftsfotografie in Verbindung mit inszenierter Modellfotografie In der Landschaftsfotografie sollte die Einzigartigkeit der Natur darstellt werden. Sie muss nicht das Alltägliche, sondern für mich das Besondere zeigen; eine extreme Perspektive, ganz besondere Wetterbedingungen oder Schattenwürfe, ausgefallene Farbspiele, auch kontrastreiche schwarz/weiß-Darstellungen und vieles mehr. Auch hier fasziniert mich im Besonderen das ‚Zusammenspiel‘ von außerge-wöhnlichen Landschaften und dem Menschen mit der Natur im Einklang. Die Natur mit der Harmonie der Formen und der inszenierten Darstellung des Menschen in skulpturalem Akt berührt mich hierbei im Besonderen.

Andreas Rüb

Moderne Fotografie zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur einfach abbildet, sondern den Betrachter anregt, Geschichten zu sehen. Sie nimmt dafür die Sehgewohnheiten des Betrachters auf und lenkt dessen Gedanken. Die Fotografie von Menschen ist dabei eine besondere Herausforderung. Kleinigkeiten und Unscheinbares finde ich sehr interessant und habe mich u.a. daher der Detailfotografie verschrieben. Sehen und fotografieren, was andere vielleicht übersehen. Ich will aber meine Fotos nicht verteidigen. Entweder sie gefallen einem Betrachter oder gehören in den künstlerischen Mülleimer. Wikipedia sagt es philosophischer: der Begriff Mimose wird metaphorisch für einen sehr empfindlichen und übersensiblen Menschen verwendet. Stimmt vielleicht. Aber ... gerade dem Unscheinbaren erwächst oft eine Ästhetik und Schönheit, die sich erst bei genauem Hinsehen offenbart. Vielleicht stehe ich alleine mit dieser Meinung?!